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JAPAN-JAHR 2010
2010 wird in der Türkei als Japan-Jahr gefeiert.
Posted 01.03.2010 10:33:51 UTC
Updated 13.07.2010 09:26:31 UTC

2010 ist in der Türkei zum Japan-Jahr erklärt worden. Im Laufe des Jahres werden unter der Schirmherrschaft des Staatspräsidenten Abdullah Gül verschiedene Aktivitäten veranstaltet. Am 4. Januar wurde die offizielle Eröffnung des Japanjahrs verwirklicht. Mit Aktivitäten werden das japanische Volk und die japanische Kultur bekannt gemacht. Die offizielle Eröffnung wurde vom Minister für Kultur und Tourismus, Ertugrul Günay gemacht. Der Minister wies daraufhin, dass dieses Jahr, die Beziehungen zwischen der Türkei und Japan vertiefen wird. Günay unterstrich, dass die türkisch-japanische Freundschaft auf eine lange Vergangenheit zurückblickt. Er sagte, “Während ein Schiff unterging, (Fregatte Ertugrul) kristallisierte sich eine unzertrennliche Freundschaft zwischen der Türkei und Japan aus. 120 Jahre nach diesem emotionalen historischen Vorfall wird in der Türkei das Japanjahr gefeiert, so der Minister für Kultur und Tourismus Ertugrul Günay. Weiter sagte der Minister über das Japanjahr: Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Jahr, allen voran in der Kultur und im Tourismus sowie in allen anderen Bereichen für die Vertiefung der Beziehungen einen wichtigen Beitrag leisten wird. Die Aktivitäten werden nicht nur mit Ankara begrenzt sein, sondern landesweit begangen. Diese werden wiederum dafür sorgen, dass wir die Beziehung zu Japan auf ein festes Fundament setzen.“ Minister Günay erinnerte daran, dass Istanbul in diesem Jahr zur Kulturhauptstadt Europas erklärt wurde und aus diesem Grund, würden die Aktivitäten im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas eine viel wichtigere Bedeutung haben.

Wissenswertes über japanische Kultur

Tag des Erwachsenseins: Seijin no hi In Japan wird dieser Tag als nationaler Feiertag begangen. Der zweite Montag des Neujahrs wird für 20jährige Jugendliche als “Tag des Erwachsenseins” gefeiert. Es bedeutet in Japan der Übergang in die Jugend, Erwerb des Verantwortungsgefühls, Wählen sowie das Recht auf Genuss von Tabak und Alkohol.

Kimono: Was ist Kimono: Die wörtliche Bedeutung von Kimono lautet, “Anziehsachen” und wurde in der Epoche von Heian bekannt gemacht. Von der Periode Azuchi-Momoyama bis zu zum Zeitalter der Edo begann Kimono glänzende Farben zu erhalten. Kimono auch in der Türkei: Die nationale Kleidung wird auch in der Provinz Denizli geschneidert. Die Kimonos werden aus 100 Prozent Seide hergestellt.

Grundwissen über Kimono: Traditionelles japanisches, etwa fußknöchellanges Kleidungsstück mit weiten Ärmeln ohne jegliche Verschlüsse. Jûban: Unterkleid für den Kimono. Erfüllt auch den Zweck, den Kimono vor Verschmutzung zu schützen. Haori: Etwa oberschenkellange Überjacke für den Kimono. Wird mit einer Schnur unter Brusthöhe gebunden. Haori-himo: Geknüpfte Schnur mit Fransen-Enden, mit der der Haori verschlossen wird. Besonders hochwertige Haori-himo sind aus handgeknüpfter Seide. Michiyuki: Überjacke für den Kimono. Im Gegensatz zum Haori ist der Michiyuki länger und wird mit Knöpfen geschlossen. Der Halsausschnitt ist rechteckig. Hakama: Weites Beinkleid aus festem Stoff mit mehreren Bügelfalten. Als Hosenrock oder Hose erhältlich. Der Hakama wird in der Taille mit einem Band gebunden.

Obi: Schärpe, mit der der Kimono gebunden wird. Obijime: Geknüpfte Schnur, mit der der Obi zusammengehalten wird. Tabi: Traditionelle japanische Fußbekleidung aus festem Gewebe mit einer Unterteilung für die Großzehe. An der Ferse befinden sich Ösenverschlüsse. Die Sohle besteht aus etwas dickerem Material. Klassische Tabi sind weiß oder schwarz. Zôri: Sandalenartige Fußbekleidung mit Zehenriemen. Die Sohle ist aus nachgiebigem Material. Es gibt keinen Unterschied zwischen Rechts und Links. Zôri trägt man zum Kimono. Männer-Zôri haben eine rechteckige Grundform mit abgerundeten Ecken. Frauen-Zôri sind schmaler und leicht oval. Geta: Sandalenartige Fußbekleidung mit Zehenriemen. Die Sohle ist aus Holz. Es gibt auch bei Geta keinen Unterschied zwischen Rechts und Links. Gewöhnliche Geta trägt man eher zum Yukata.

Yotsumi: Kimono für 4-13-jährige Kinder. Hitotsumi: Langer Kimono für Kinder. Kamon: Familienwappen, die den Formalitätsgrad eines Kimono erhöhen. Kamon in ihrer traditionellen Verwendung sind ein Zeichen für die Abstammung von einer Adels- bzw. Kriegerfamilie. Der Kimono im modernen Japan Heutzutage ist nicht mehr der Kimono das meistgetragene Kleidungsstück in Japan, sondern westliche Kleidung. Dennoch hat sich der Kimono hartnäckig seine Vorrangstellung für festliche Anlässe bewahrt, vor allem bei Frauen. Nachdem sich seit der Meiji-Zeit der Kimono auf den Rückzug aus dem Straßenbild befand, besinnt man sich heute in Japan allmählich wieder auf die althergebrachte Kleidungs-Tradition und läßt den Kimono neu aufleben. Dabei sind es nicht einmal nur ältere Leute, die den Kimono der westlichen Kleidung vorziehen, sondern zunehmend auch Jüngere. Ein Teil der Kimono-Liebhaber nimmt es sehr genau mit der Kleiderordnung und richtet sich in jedem Detail nach der Tradition. Da stimmt die Unterkleidung ebenso wie die Art der Fußbekleidung. Vor allem bei der jüngeren Generation erfreuen sich Kombinationen von Tradition und Moderne wachsender Beliebtheit. So werden z.B. farbige Tabi zu einem klassischen Kimono getragen, Hakama mit westlichen Schuhen kombiniert, die Haare gefärbt oder man läßt sich andere Feinheiten einfallen, um nicht konservativ, sondern modisch-schick zu wirken.

Aus welchem Material besteht ein Kimono? Kimono gibt es in Seide, Wolle, Baumwolle, Leinen und Synthetik. Ein formeller Kimono ist am ehesten aus hochwertiger Seide gefertigt. Kimono aus Wolle werden eher im Winter getragen, Baumwoll- und Leinen-Kimono hingegen trägt man in der wärmeren Jahreszeit, z.B bei Straßenfesten oder in der Freizeit. Synthetik-Kimono erfreuen sich aufgrund ihrer Pflegeleichtigkeit und des erschwinglichen Preises wachsender Beliebtheit. Die Muster werden eingewebt, aufgedruckt, -gemalt oder -gestickt. Oft werden die verschiedenen Techniken miteinander kombiniert. Die Arbeitsgänge, die für die verschiedenen Färbe- und Webtechniken nötig sind, werden heutzutage immer häufiger durch Maschinen übernommen. Ein Kimono von gehobener Qualität ist jedoch rundum von Hand gefertigt.

Was kostet ein Kimono? Ein hoher Anteil an Handarbeit bei der Herstellung eines Kimono und die Verwendung auserlesener Materialien wirken sich natürlich auf den Anschaffungspreis aus, und so variiert die Preisspanne für einen Kimono je nach Qualität zwischen unter 100 und über 10.000 Euro. Bei der Anschaffung einer kompletten Damen-Kimono-Ausstattung inklusive Tabi, Unterkleid (jûban), traditionellem Schuhwerk (zôri, geta) und verschiedenem Zubehör (Fächer, Handtasche, Bänder, Haarschmuck etc.) kommt man leicht auf rund 20.000 Euro. Da die Anschaffung des außerordentlich teuren Hochzeitskimono (Uchikake / Shiromuku) so manche Familie in den Ruin treiben würde, ist es sehr weit verbreitet, ihn stattdessen zu mieten. Die Miete eines Brautkimono beläuft sich "nur" auf mehrere Tausend Euro. Wertvolle Kimono werden gerne auch an die nächste Generation weitergereicht.

IKEBANA Die japanische Kunst des Blumensteckens „IKEBANA“ wird wörtlich mit „lebende Blumen“ übersetzt. IKEBANA hebt die Bedeutung der Blumen, der Linienführung, der Farbe und des freien Raumes hervor. Neben traditionellen Formen reicht das heutige IKEBANA an die moderne, abstrakte Kunst heran. Während die westliche Floristik auf die Wirkung pflanzlichen Materials durch Farbe, Gestalt und Anzahl abzielt, stehen im IKEBANA zwei andere Merkmale im Vordergrund: -das räumliche Wirken von Arrangements durch Gestaltungsprinzipien, und -der schöpferische, meditative Akt der Gestaltung, der sogenannte Blumenweg, auch KADO genannt.

Trödelmärkte (Nomi-no-ichi): Die auch als Nomi-no-ichi bekannten Trödelmärkte werden in unterschiedlichen Regionen Japans im Grunde in der Nähe von Grabdenkmälern und Tempeln aufgestellt. Auf diesen Mäkten werden von kostbaren Antiquitaeten bis hin zu alltäglichen Gegenstände alles angeboten.

RAKUGO: Rakugo ist eine traditionelle japanische Kunst, die am Anfang der Moderne entstand und bis in die Gegenwart überliefert ist. Bei dieser Kunst werden keine Kleider oder Werkzeuge verwendet. Rakugo ist eine den Gesprächen der Japaner eigentümliche Kunstart.

Kaizen Philosophie: Die schrittweise und ständige Perfektionierung der Prozessabläufe Der Begriff "Kaizen" kommt aus dem Japanischen ( kai = ändern; zen = das Gute; wörtl. Verbesserung) und ist der Name eines japanischen Managementkonzeptes. Es beschreibt den Prozess einer "ständigen Verbesserung" (KVP), in dem alle Mitarbeiter und das gesamte Unternehmen einbezogen werden. Gemäß der Kaizen-Philosophie ist der Weg zum Erfolg nicht die einmalige oder sprunghafte Verbesserung durch Innovation, sondern die kontinuierliche und schrittweise Perfektionierung und Optimierung des Produktionsprozesses. Mitarbeiter, die sich stark mit dem Unternehmen identifizieren, tragen stetig zu einer Verbesserung der Produktion und damit verbunden

Japanische Küche: Japanisches Essen ist immer sehr fettarm, und da vieles roh gegessen wird sowie viele Meerespflanzen dabei sind, ist es extrem gesund und zudem schmackhaft. Meistens jedenfalls. Eine Ausnahme machen da ursprünglich chinesische und europäische Gerichte, die freilich auch sehr weit verbreitet sind. Was dem Deutschen sein Pausenbrot ist, ist dem Japaner sein obentō - meist in Nori gewickelter Reis mit zum Beispiel Seetang, Lachs, Rogen u.v.m. - eine schmackhafte Sache, die es in jedem Geschäft für wenig Geld gibt. Zu Hause wird oft gegrillter Fisch gegessen - auch zum Frühstück - weshalb ein typischer kleiner Gaskocher in der Mitte ein kleines Fach zum Grillen hat. Essen hat in Japan wie auch in China einen wesentlich höheren Stellenwert als im Westen. Es ist mehr als sich nur zu ernähren, es ist eine der größten Freuden im Leben und wird dementsprechend zelebriert. Wenn Japaner über eigene Nah- wie Fernreisen erzählen, gelangen sie schnell zum Thema Essen - es ist beinahe wichtiger als all die Sehenswürdigkeiten und Abenteuer. Das ist ansteckend. Man beginnt, so man länger in Japan weilt, die Dinge mit anderen Augen zu betrachten Der einst im Westen als ‘sukiyaki’ oder die exotische Köstlichkeit ‘sushi’ wird weltweit immer beliebter Viele Touristen kommen nach Japan, die schon vorher ‘rohen Fisch’ oder gebratene Schrimps gekostet haben. Das Japanische Mahl ist ein Genuss für alle Sinne, die sie nicht so leicht vergessen werden können. Ein unverzichtbares Getränk der Japaner ist der sogenannte Sake als Reiswein, der ein unzertrennlicher Teil der japanischen Esskultur ist.

Was ist Sake: Sake bedeutet eigentlich lediglich "Alkohol", aber wenn man nur Alkohol meint, sagt man osake. Im wesentlichen gibt es zwei Arten: Amakuchi (lieblich) und Karakuchi (trocken). Dabei gibt es, wie beim Traubenwein, viele verschiedene Abstufungen. Weiterhin gibt es verschiedene Arten wie zum Beispiel Ginjō oder Seishu je nach Art der Verarbeitung. Doch nicht nur die Art und Weise der Verarbeitung ist wichtig, sondern natürlich auch der Reis. Da dieser gerade in der Region Niigata sehr gut ist, sind zum Beispiel die lokale Reisweine jener Region ziemlich berühmt. Sake hat in aller Regel zwischen 15 und 16 Prozent, die man aber geschmacklich ganz und gar nicht merkt, da Sake immer mild ist.

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