Posted 30.07.2010 11:49:48 UTC
Updated 30.07.2010 11:49:48 UTC
Das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation (UNESCO) hat es abgelehnt, die Kultur- und Naturstätten in Istanbul in die Liste der bedrohten Weltkulturerben aufzunehmen. Diese Entscheidung traf das Welterbekomitee bei seiner 34. Jahresversammlung in Brasilien.
Bei der Sitzung wurden Probleme und Entwicklungen von vier historischen Stätten in Istanbul debattiert. Die türkische Delegation hielt dabei einen Vortrag und beantwortete die Fragen des Komitees. Nach den Diskussionen wurden die positiven Schritte des Ministeriums für Kultur und Tourismus und der Istanbuler Großstadtverwaltung sowie die konkreten Bemühungen berücksichtigt. Danach lehnte das Komitee es einstimmig ab, die Forderungen über die Aufnahme der historischen Stätten in Istanbul in die Liste der bedrohten Gebiete aufzunehmen. Der Komiteebeschluss wird seine endgültige Fassung am 3. August erhalten und bei der Versammlung in Bahrain im nächsten Jahr wird Istanbul vom Neuen bewertet.
Unterdessen entschied das UNESCO-Welterbekomitee bei der Versammlung in Brasilien, dass die "Königsgräber in Buganda" in der Kasubi Region in Uganda gefährdet sind. Ein Brand im März zerstörte das wichtigste Gebäude der Region vollständig. Darüber hinaus gehören die Galapagos-Inseln nicht mehr zu den bedrohten Welterben. Das Komitee nahm den weltweit einzigartigen Lebensraum vor Ecuador am Mittwoch bei seiner Sitzung in Brasilia von der Roten Liste. Die Galapagos-Inseln wurden 2007 als bedrohtes Welterbe eingestuft.
Wachsender Tourismus, Einwanderung und die Ansiedlung neuer Arten bedrohten das lebendige Museum der Evolution, hieß es damals zur Begründung. Vor der Versammlung in Brasilien wurde angedeutet, dass die historischen Stätten in Istanbul die Weltkulturerbeliste aufgenommen werden.